Rezensionen

Rezension zu: „Die Falle“ von Melanie Raabe

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Als Erstes fallen einem natürlich sofort die beiden Sätze auf dem Cover auf:

„Sie kennt den Mörder ihrer Schwester. Dieses Buch ist für ihn.“

Damit packt die Autorin mit einem Teil des Inhalts aus und verschafft dem Leser sogleich eine Gänsehaut der Vorahnung, denn das kann ja nur spannend werden…

 

Zum Inhalt:

Die Bestsellerautorin Linda verlässt seit dem Mord an ihrer kleinen Schwester Anna das Haus nicht mehr. Sie hatte den Mörder kurz gesehen und seit diesem Tag verfolgt sie das Gesicht, wohin sie auch geht. Doch dann erkennt sie den Mann aus ihren Albträumen im Fernsehen und beschließt, ihm eine Falle zu stellen, um endlich zu erfahren, warum Anna sterben musste: Sie lädt ihn in für ein Interview in ihr Haus ein, wo sie ihm ein Geständnis entlocken will. Doch es verläuft nicht so, wie Linda sich das vorgestellt hat…

 

Wie mir das Buch gefallen hat:

Mit einem Wort: Wow. Schon ab dem ersten Satz war ich total gefangen von dem Schreibstil und der Hauptfigur Linda. Sie hat eine Art sich auszudrücken, die mich sofort eingenommen hat, sehr kunstvoll und gefühlvoll, also genauso wie es eine Autorin tun würde. Sie ist eine Außenseiterin, die nicht mehr in die Welt der anderen Menschen kann, und das macht sie besonders.

Die Geschichte ist sehr spannend, man erlebt mit Linda den Schrecken, den sie mitmacht; leidet mit ihr durch die Anspannung und die Angst, die sie hat, aber auch den Mut und die Stärke, die sie in sich trägt. Man steckt in ihrem Kopf und doch fragt man sich: Was, wenn sie es doch selbst gewesen ist? Der Thriller dringt ganz tief ein, lässt einem nicht mehr gehen; man fiebert mit, was wohl als Nächstes passieren wird. Linda ist willensstark, aber auch mysteriös, man weiß nicht so recht, ob man ihr trauen kann. Der Mann, den sie für Annas Mörder hält, ist ebenso geschickt, sodass man irgendwann nicht mehr weiß: Was ist echt? Wer hat Recht?

 

Mein Fazit:

Ein unglaublich gut gesponnenes, gut geschriebenes Buch, das durch seine Sogwirkung und seine Psychologie überzeugt. Melanie Raabe schafft es, ein Katz-und-Maus-Spiel zu erschaffen, bei dem man irgendwann seinen eigenen Sinnen nicht mehr traut. Für alle Fans von Sebastian Fitzek und John Katzenbach hervorragend geeignet!

6 Kommentare zu „Rezension zu: „Die Falle“ von Melanie Raabe

  1. Tolle Rezi, ich habe das Buch ebenfalls gelesen, war aber weniger begeistert davon. Umso spannender finde ich dann dafür andere Meinungen wie deine hier. Vielleicht kennst du mich ja noch von meinen Blog dieunbekannteleserin.wordpress.com, diesen habe ich aber still gelegt, zukünftig werde ich unter diesen neuen Blog hier bei dir vorbeischauen 🙂

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s