Poesie

Hier

An manchen Tagen
scheint die Welt sich nicht zu drehen.
Sie steht still, einen Augenblick
sieht man ihre ganze Schönheit,

doch dann
kommt der Kopf dazu,
der sagt,
du musst weiter, musst schneller sein,
musst noch besser werden.

Und ich frage mich,
wann ich angefangen habe,
zu vergessen
wie gut sich Sonnenstrahlen auf der Haut anfühlen.

Oder wie schön ein Lachen im Bauch kribbelt.
Oder wie wundervoll sich Wasser anfühlt, das die Zehen umspielt.

Wir alle leben im Morgen, im Gestern,
doch niemals wirklich hier.
Wir sehen in Spiegel
und sehen doch nicht uns.

Wir machen Pläne
und verlieren uns in dem Gedanken an alles,
was wir noch erleben müssen.
Noch erfahren müssen.

Ich nehme mir ab und zu die Zeit,
verbanne alle Uhren aus dem Haus,
stelle alle Töne ab,
lösche alle Lichter.

Dann lege ich mich auf den Rücken,
fühle, spüre nur,
werde wieder Mensch.
Denke nicht an das Morgen, an das Gestern.

Ich atme im Gleichklang mit meinem Herzen.
Singe sanft von der Sonne.
Habe ein Lächeln auf den Lippen.
Spüre lauter Tropfen meine Füße umfließen.

Dann bin ich im Hier.

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