Rezensionen

Rezension zu: „Plötzlich Banshee“ von Nina MacKay

Auf den ersten Blick erinnert das Cover ein bisschen an die Todesmasken, die in Mexiko am Tag der Toten verehrt werden. Die bunten Farben bilden einen starken Kontrast zu dem Totenschädel, während der Hintergrund schlicht gehalten wurde. Insgesamt also eigentlich kein Cover, das einem sofort ins Auge sticht. Der Titel ist es mehr, der mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat, denn hey: Eine Banshee habe ich als Hauptfigur noch nicht gehabt. (Es gibt dieses Mal übrigens kein schönes Photo mit Theo, weil ich das Buch nach dem Lesen gleich wieder zurückgebracht habe. Warum sehr ihr unten.)

 

Zum Inhalt:

Alana findet heraus, dass sie eine Banshee ist, eine irische Todesfee. Das macht es ihr nicht gerade leichter, im Leben zurecht zu kommen, denn zusätzlich zu ihrer Tollpatschigkeit und der Fähigkeit, die verbleibende Lebenszeit als Zahlen über dem Kopf desjenigen zu sehen, schreit sie auch noch jedes Mal los, wenn jemand vor ihr steht, der bald sterben wird. Als in ihrer Umgebung immer mehr Wesen wie sie getötet werden, muss Alana gemeinsam mit dem unfassbar gutaussehenden Detective Shane herausfinden, wer dahintersteckt, bevor noch mehr sterben.

 

Wie mir das Buch gefallen hat:

Ganz ehrlich? Ich war schon lange nicht mehr so enttäuscht von einem Buch. Am Anfang war es ja ganz lustig, dass Alana ständig auf die Nase fällt und immer dann pitschnass wird, wenn ein heßer Kerl in der Nähe ist (was für ein Zufall). Doch mit der Zeit wird es nur noch nervig, denn Alana ist echt so hilflos wie ein Katzenbaby – und auch genauso hirnlos bzw. ahnungslos. Mit keinem Wort habe ich der Hauptfigur abgenommen, dass sie schon über 20 sein soll, denn aufführen tut sie sich wie eine 16-Jährige.

Während die Geschichte recht schnell voranschreitet, gab es immer wieder Passagen, die ich am liebsten übersprungen hätte, z.B. wenn sie sich selbst bemitleidet. Ja, wir haben mitgekriegt was du bist, stell dich gefälligst nicht so an, Mädchen.

Zu Beginn hat mir das Buch eigentlich noch gefallen, aber spätestens, als sie Detective Shane über den Weg läuft, war mir klar, dass wir keine Freunde werden würden. Ist es eigentlich Jugendbuchautoren neuerdings verboten, über normal aussehende Kerle zu schreiben? Müssen die alle wie Bodybuilder aussehen? Ehrlich, wie langweilig ist das denn. Ach ja, und noch etwas, liebe Autorin: Niemanden interessiert, was Alana anhat. Es kümmert keinen, in welchen Klamotten sie dieses Mal auf die Nase fällt, ok?

 

Mein Fazit:

Wer denkt, dass er mit diesem Buch einen spannenden und witzigen Griff á la Percy Jackson (hier mit irischer Mythologie) gemacht hat, der irrt leider. Die Hauptfigur Alana ist eine Nervensäge auf High Heels, die trotzdem von allen männlichen Wesen in ihrer Umgebung begehrt wird (warum auch immer). Die Geschichte ist recht gut gemacht und hat auch durchaus ihre Höhepunkte, schwächelt aber, wenn wieder sehr ätzende Passagen von (unrealistischem) Funkenflug mit dem schrecklich heißen Detective kommt. Mir ist es ein Rätsel, warum das Buch so beliebt ist im Moment, aber ich konnte ihm nichts abgewinnen.

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