Rezensionen

Rezension zu: „Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik

wp_20161125_17_59_44_pro Wie schon im anderen Beitrag beschrieben, war ich eine sehr fleißige Leseeinhörnin und da „Das dunkle Herz des Waldes“ vor wenigen Tagen erst erschienen ist, kommt die Rezension hierzu zuerst. Es hatte mich vom ersten Moment an gepackt, als ich es in der Vorschau von cbj gesehen hatte und ich habe mich riesig über das Leseexemplar gefreut.

Die Autorin, Naomi Novik, kennen manche vielleicht durch ihre Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“, die von Drachen handelt und ziemlich cool ist. Anonsten war das Cover so eine schöne Mischung aus Mystery und Natur, die ich auch sehr schön finde (auf dem Bild sieht man es leider nicht, aber die Farben sind echt toll in echt).

Zum Inhalt:

Agnieszka, gennant Nieschka, liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss. Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.

Wie mir das Buch gefallen hat:

In der cbj-Vorschau wird der Titel angekündigt mit: „Eine Mischung aus Die Schöne und das Biest und Das wandelnde Schloss„. Und obwohl ich solche Vergleiche eigentlich nicht mag, passt es hier sehr gut. Es hat weder den Kitsch aus dem Märchen (welches trotzdem traumhaft ist), noch die übertriebenen Gefühle des Animes (meines Lieblings, übrigens). Alles an diesem Buch verzaubert: Nieschka, die ohne jede Eifersucht ihre beste Freundin liebt und alles für ihre Sicherheit tut. Die Beschreibung des Dunklen Waldes, der trotz seines Wesens einnehmend und mystisch ist. Die Liebesgeschichte, die eigentlich nicht wirklich eine ist und genau das ist wunderbar.

Nieschka ist eine Heldin, die das hässliche Entlein im Schatten ihrer besten Freundin Kasia ist, darüber aber nicht traurig ist. Sie ist ein Sturkopf, ein gewaltiger, und doch findet man bald Eigenschaften in ihr, denen sie sich selbst gar nicht so bewusst ist: Mut, Stärke, Kraft, aber vor allem ein Herz aus Gold. Sie ist unperfekt, in manchen Moment verzweifelt und immer eine Außenseiterin, aber genau das ist so reizvoll an ihr, sie ist eine der realsten Figuren, von denen ich je gelesen habe. Es gab keine Szene, in der ich sie nicht verstanden hätte.

Überhaupt schafft es Naomi, Beschreibungen der Landschaften und Spannung stets in Balance zu halten, man hat nie das Gefühl, sie wollte nur Platz schinden oder uns mit der Welt langweilen, in der die Geschichte spielt. Was ich auch von keinem Jugendbuch sonst kenne, ist die Tatsache, dass dieses Buch keine Pausen macht. Nach einer kurzen und notwendigen Einführung in die Welt beginnt die Story sofort mit aller Spannung und schon auf den ersten 100 Seiten liest man Szenen, wie sie bei anderen Büchern erst als Abschluss vorkommen. Ich konnte nie Atem holen und habe es geliebt, endlich mal ein Buch, bei dem man nie den Faden verliert.

Mein Fazit:

Ich war in jeder erdenklichen Hinsicht positiv überrascht von diesem Buch, das eine glaubhafte, liebevolle, störrische und mutige Heldin präsentiert, die niemanden braucht und sich selbst rettet. Die Ideen in der Welt sind klasse und voller Geheimnisse und Magie, die hier nie zu kur kommt. Am besten gefällt mir aber, dass das Buch nie eine Pause einlegt und ein tolles Tempo hat, das immer Lust zum Weiterlesen macht. Eins meiner Highlights dieses Jahr!

5 Kommentare zu „Rezension zu: „Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik

    1. Dankeschön, liebe Kollegin! Ich fand es echt lesenswert, einfach mal, weil es nicht tausend Landschaftsbeschreibungen hatte wie andere Fantasywerke. Überleg es dir nochmal, würd mich freuen!

      LG
      Dani

      Gefällt mir

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