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Rezension zu: „Ein Himmel aus Lavendel“ von Marlena Anders

wp_20170115_16_42_34_pro Hallo meine lieben Leser, es tut mir sehr leid, dass ihr so lange nichts mehr von mir gehört habt… In der Arbeit war viel zu tun und in der Wohnung sowieso… Aber jetzt bin ich ja wieder da 🙂 Und es kommt gleich der erste Titel, den ich für die einlesehorn Lesechallenge 2017 gelesen habe: Aufgabe war, ein Buch mit „Himmel“ im Titel zu lesen. Seit der Buchmesse 2016 habe ich mich schon auf „Ein Himmel aus Lavendel“ gefreut und jetzt hier meine Rezension:

Zum Inhalt:

Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?

Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?

Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.

Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen …

Wie mir das Buch gefallen hat:

Die Idee mit dem Phönix habe ich einfach klasse gefunden. Wer mag sie nicht, diese atemberaubenden mystischen Wesen, die zu Asche zerfallen und aus dieser Asche wieder neugeboren werden? Schon auf der ersten Seite, als von „Federn, die man unter der Haut spüren kann“, die Rede ist, war ich gefangen. Emberly ist ein komplexer Charakter, die immer mit der Entscheidung hadert, die sie getroffen hat. Denn verständlich, auf der einen Seiten möchte sie, dass es ihrer Schwester gut geht. Doch ist es nicht auch logisch, dass sie selbst auch ein Leben haben möchte? Ich konnte sehr gut verstehen, dass sie sich wie ein Alien unter den Menschen vorkommt, denen sie begegnet.

Die Kulisse ist super, wie ein mittelalterliches Venedig mit Masken, tollen Kleidern und Kanälen, da möchte man doch glatt selbst mitmachen. Es gibt eine tiefere Symbolik in diesem Buch, das Verstecken des eigenen Wesens hinter einer Maske, die wörtlich, aber auch metaphorisch gemeint sein kann. Es macht verletzlich, jemanden sein wahres Gesicht zu zeigen, aber muss man es nicht tun, um wahres Vertrauen zu erfahren?

Meine Lieblingsfigur? Rhys. Mehr verrate ich jetzt nicht, aber so viel: Schwarze Flügel fand ich schon immer hammer…

Mein Fazit:

Eine originelle, gut geschriebene Geschichte, die auf sehr vielen verschiedenen Ebenen spielt und glaubhaft ein junges Mädchen zeigt, dass mit der Frage hadert: War es mein Opfer wert? Habe ich es nicht auch verdient, glücklich zu sein? Die tolle Kulisse mit den Kanälen, den Masken und Schiffen lässt den Leser das Gefühl bekommen, er ist in einer Märchenwelt angekommen, die aber auch viele Gefahren in sich birgt. Hat mir gut gefallen.

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4 von 5 Theos

2 Kommentare zu „Rezension zu: „Ein Himmel aus Lavendel“ von Marlena Anders

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