Rezensionen

Rezension zu: „Sephonie – Zeit der Engel“ von Jennifer Wolf

(Quelle)

Wer meine Rezensionen verfolgt, der weiß, dass es nicht Gutes bedeuten kann, wenn ich kein Coverphoto mit Theo von einem Buch mache. Und ja, dieses Buch hat kein solches Photo verdient, ich habe es gleich nach dem Lesen von meinem Tolino gelöscht (den ich übrigens eigentlich nur wegen den E-Book Leseexemplaren besitze). Ich liebe Jennifer Wolfs Reihe um die Jahreszeiten und weil ich das Thema Engel in der Fantasy sehr spannend finde, wollte ich den Titel unbedingt lesen. Was es so schlimm gemacht hat? Lest selbst.

Zum Inhalt:

Kikis Großmutter sprach viel von Engeln, als sie noch klein war. Sie schenkte ihr sogar einen Anhänger des Engels Cassiel, mit dem Versprechen, dass er immer für sie da sein würde, wenn sie traurig wäre.
Von ihren Eltern ignoriert, wird Kiki nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter ins Internat abgeschoben. Als sie eines Nachts zum Nachdenken auf dem Dach des Gebäudes sitzt, begegnet sie Raphael. Kiki ahnt nicht, dass Raphael in Wahrheit ausgerechnet der Engel Cassiel ist. Sie allein kann ihm und den letzten Engeln helfen, den Himmel zu retten. Was hat Großmutter ihr verschwiegen?

Wie mir das Buch gefallen hat:

Schrecklich, wie oben schon genannt. Vermutlich wollte die Autorin eine witzige und locker-leichte Geschichte um das Fantasy-Thema spinnen, das ist ihr aber völlig misslungen. Kiki als Hauptfigur ist eine furchtbare Jammertante, die nicht müde wird dem Leser zu sagen, wie einsam und komisch sie ist, dass sie immer nur als Freak gesehen wird; warum genau das so ist, erfährt man nie. Als sie dann auf das Internat kommt, findet sie wie aus dem Nichts 4 tolle Freunde, die ihr ständig sagen, wie geil sie aussieht (die Wortwahl des Buches) und dass sie so ein wunderbarer Mensch ist. Ganz plötzlich ist (Bella) Kiki total beliebt.

Dadurch erregt sie die Aufmerksamkeit des bestaussehenden Jungen der Schule (Edward Raphael), bei dem sich herausstellt, dass er ein waschechter Engel ist. Ein dauerndes Hin und Her beginnt, wobei der übernatürlich heiße Junge ihr immer wieder seine unsterbliche Liebe beteuert, an der sie durchgehend bis zum Schluss zweifelt, obwohl sie ihn natürlich über alles liebt (die komplette Story von Twilight Sephonie). Auf die ganzen Elemente wie Kampf um die Menschheit und Spannung wartet man so gut wie vergebens.

Stattdessen erhält man als Leser eine unfassbar ausführliche Beschreibung, wie offenbar das Sexualleben einer jungen Frau heutzutage sein sollte und die Autorin wird nicht müde, sehr kreativ über jede Seite hinweg die verschiedensten Umschreibungen für alle Arten von Sex, Geschlechtsorganen und deren Funktionsweisen zu liefern. Mir wurde teilweise richtig schlecht. Die Figuren tun so, als wäre der ganze übernatürliche Kram nur Nebensache und die wichtigste Sache im Leben, wer mit wem ins Bett steigt.

Mein Fazit:

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an das Buch und wurde so bitterlich enttäuscht. Wer denkt, er bekommt hier ein Fantasybuch für Jugendliche mit Humor und Spannung, der sollte einen weiten Bogen um den Titel machen oder es zurückgeben. Denn nichts davon ist vorhanden, wieder nur eine Ansammlung wunderschöner, charakterloser Hauptfiguren, eine sexistische Story, so gut wie gar keine Engelssachen und im Allgemeinen kein Spannungsaufbau. Meine Zeit ist zu schade für so etwas.

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1 von 5 Theos

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