Lesechallenges 2017 · Rezensionen · Save your SuB Lesechallenge 2017

Rezension zu: „Reckless – Das goldene Garn“ von Cornelia Funke

wp_20170211_09_40_32_pro Ich bin sehr stolz zu verkünden, dass ich es endlich geschafft habe, ein Buch für Viktorias Save your SuB Lesechallenge zu lesen! Im Januar hatte es ja leider nicht geklappt, aber jetzt habe ich das Buch angepackt, dass schon am längsten ungelesen im Regal stand. Falls ihr euch wundert, auf dem Bild fehlt der Umschlag, den finde ich nämlich leider nicht mehr…

Zum Inhalt:

Das Schicksalsband der einzig wahren Liebe.

Baba Jagas, Kosaken, Spione und ein Zar, der zu Audienzen in Begleitung eines Bären kommt. Diesmal führt die Reise hinter dem Spiegel Fuchs und Jacob weit nach Osten. Auch Will kehrt zurück in die Welt, die ihm eine Haut aus Jade gab – auf der Spur der Dunklen Fee. Aber den Zweck der Reise bestimmt ein anderer: der Erlelf hat den Handel nicht vergessen, den Jacob im Labyrinth des Blaubarts mit ihm geschlossen hat, und er lehrt Jacob und Fuchs mehr über seinesgleichen, als sie je erfahren wollten.

Wie mir das Buch gefallen hat:

„Das goldene Garn“ ist der dritte Teil aus der Serie „Reckless“ und die ersten beiden Teile habe ich total verschlungen. Komischerweise hatte ich das Lesen bei ca. einem Drittel aufgehört, als ich es mir gleich nach Erscheinen besorgt hatte. Es nun wieder in die Hand zu nehmen war schön, wie einen alten Freund wiederzusehen. Allerdings fiel mir bald auf, warum ich es damals nicht zu Ende gelesen hatte.

Generell fand ich das Buch sehr schwermütig: Wie gleiten von einem Drama ins andere, überall gebrochene Herzen, enttäuschte Liebe, entzweite Paare. In der ganzen Verzweiflung ging die Spannung und die wundervolle Welt manchmal unter und ich wollte einfach nur die Klagen überspringen. Am allermeisten hat mich hierbei Jacob enttäuscht, den ich eigentlich aus den anderen Büchern sehr mochte; hier wird er nur ein weinerlicher Abklatsch seiner selbst.

Was ich außerdem sehr seltsam gefunden habe, war, dass alle Figuren in diesem Band nur unterwegs waren, immer nur auf Reisen. Es kam kein richtiges Gefühl für Handlung auf, weil wir an keinem Ort länger verweilen, sondern immer weiterziehen und immer Neues suchen. Anders als in den Teilen zuvor kam aber keine von den Figuren richtig an.

An sich war die Geschichte wieder sehr schön geschrieben, die Beschreibung der Spiegelwelt ist sowieso immer ein Genuss und auch die märchenhaften Motive waren wieder sehr schön gewählt.

Mein Fazit:

Leider hat mich dieser Band nicht wirklich überzeugen können, zu viel Herzschmerz, zu viel Drama. Für die Entwicklung der Figuren war da oft zu wenig Platz. Die Spannung kam an manchen Stellen auf, wurde aber unterbrochen, weil uns die Autorin an einen anderen Ort der Handlung schickt und man sich fragt: Muss das jetzt sein? Wieder ein sehr schöner Schreibstil, aber insgesamt leider zu wenig, um mich zu beeindrucken.

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3 von 5 Theos

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