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Rezension zu: „Gardenia“ von Kelsey Sutton

Und wieder einmal hat sich der Plan, was ich für meine einlesehorn Lesechallenge 2017 lese, verschoben: Für März habe ich nun „Gardenia“ von Kelsey Sutton gelesen. Es ist auf englisch, denn erst im Mai wird der erste Titel von ihr auf deutsch veröffentlicht, unter dem Namen „Winterseele – Kissed by Fear“ (Ravensburger Verlag). Kann ich übrigens nur empfehlen, Kelsey ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen!

 

Zum Inhalt:

Ever since she was a child, Ivy has been able to see countdown clocks over everyone’s heads indicating how long before they will die. She can’t do anything about anyone else’s, nor can she do anything about her own, which will hit the zero hour before she even graduates high school.

A life cut short is tragic, but Ivy does her best to make the most of it. She struggles emotionally with her deep love for on-again, off-again boyfriend Myers Patripski. She struggles financially, working outside of school to help her mom and her sister. And she struggles to cope with the murder of her best friend, another life she couldn’t save. Vanessa Donovan was killed in the woods, and everyone in town believes Ivy had something to do with it.

Then more girls start disappearing. Ivy tries to put her own life in order as she pieces together the truth of who ended Vanessa’s. To save lives and for her own sanity.

The clock is always ticking. And Ivy’s only hope is to expose the truth before it runs out completely.

 

Wir mir das Buch gefallen hat:

Normalerweise hasse ich Bücher, in denen die Hauptfigur erfährt, dass sie bald stirbt. Warum? Weil es einfach jedes Mal so dämlich ist. Würde ich wirklich im Angesicht von so einer Nachricht Pläne machen, wie: Drogen nehmen, mit fremden Kerlen schlafen, reisen? Ich denke nicht. Man wäre so paralysiert von dem Wissen, dass man einfach versucht, es zu verdrängen und irgendwie trotzdem einen Alltag zu haben.

Deswegen ist Gardenia anders. Ivy tut nichts für sich selbst: Sie will den Mord an ihrer besten Freundin lösen, ihre Mutter und Schwester mit einer Zukunftsperspektive hinterlassen und niemanden traurig machen. Stattdessen geht sie in die Schule, arbeitet, kümmert sich. Sie lässt niemanden emotional zu nah an sich ran, damit niemand trauern muss, wenn sie weg ist. Vor allem aber sieht sie nicht weg, stellt sich vor die Schwachen und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Wie bei allen von Kelsey Suttons Büchern spielt auch dieses hier in einer kleinen Stadt, wo jeder jeden kennt und wo es nicht wirklich Zukunftsperspektiven gibt. Ivy hat schlicht und ergreifend gar keine Zeit, um ihr Leben zu genießen solange sie noch kann, sie hat Verantwortung für ihre Familie und Freunde. So ist das wahre Leben und so geht es den Menschen wirklich! Nicht immer diese tollen Fantasy-Welten, in denen das einzige Problem ist, dass dein Schwarm nicht auf dich steht.

Ivys Ermittlungsarbeiten sind spannend und bringen einen immer wieder dazu, jedem zu misstrauen, doch das Ende hätte ich so nie kommen sehen! Und vor allem war das Buch wieder so bewegend, es spricht etwas ganz tief in dir drin an und rüttelt alte Gefühle wach, die einen tagelang beschäftigen. Ich habe während des Lesens die ganze Zeit geheult, gelacht, gehofft und wieder von vorn.

 

Mein Fazit:

Wie alle anderen Bücher von ihr auch, hat es Kelsey wieder geschafft, meine gesamte emotionale Gefühlsbandbreite anzusprechen. Ihre Geschichten sind echt, fühlen sich an, als könnten sie wirklich so passiert sein, und hallen lange nach. Das Tolle an diesem Buch war, dass es eine Mischung aus Fantasy, Realgeschichte und Thriller ist, bei dem alles ineinandergreift. Ivy ist keine von den typischen Mädchen, die richtig die Sau rauslassen, weil sie wissen, dass sie bald sterben müssen, sondern stellt sich der Verantwortung, die sie für ihre Mitmenschen hat. Wundervoll!

5 von 5 Theos

 

2 Kommentare zu „Rezension zu: „Gardenia“ von Kelsey Sutton

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