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Rezension zu: „Luzifer junior – Zu gut für die Hölle“ von Jochen Till

Lange konnte ich die Rezension hierzu nicht posten, da wir im Laden schon sehr früh das Leseexemplar dazu bekommen haben. Aber jetzt, endlich, kommt meine Meinung zu dem Buch!

 

Zum Inhalt:

Luzifer junior lebt als Sohn des Teufels in der Hölle und soll den „Laden“ einmal übernehmen. Pech nur, dass sein Papa findet, Luzie sei für den Job noch viel zu lieb. Prompt schickt er ihn zum Praktikum auf die Erde. Denn wo bitte schön kann man das Bösesein besser lernen, als bei den Menschen? So landet Luzie im Sankt-Fidibus-Institut für Knaben. Da soll er sich bei Torben und seiner Bande abgucken, wie man so richtig fies und gemein sein kann. Die Frage ist nur, ob Luzie das überhaupt will!

 

Wie mir das Buch gefallen hat:

Generell finde ich es immer klasse, wenn Autoren altbekannte Wahrheiten/Mythen usw. als Vorlage benutzen und dann etwas Neues daraus machen. Hier kam mal die Hölle dran, so wie sie (teilweise) von der katholischen Kirche bekannt ist. Und es ist super umgesetzt, man trifft in der Hölle auf Luzi, den Sohn vom „Chef“, der einfach viel zu nett ist, um selbst mal der Boss dort unten zu werden. Er heckt ständig Streiche aus, mit denen er seinen Vater ärgern kann, und sieht einfach nicht ein, warum manche Menschen nach ihrem Tod so gequält werden müssen.

Ich fand es total witzig geschrieben, Luzis Vater hat nicht wirklich gute Nerven und verpasst Luzi deswegen immer sehr kreative Strafen, wenn er wieder mal etwas angestellt hat. Die Organisation in der Hölle ist sehr lustig, wie in einem Wirtschaftsunternehmen, nur dass es hier halt um die Seelen der Menschen geht. Ich glaube, ich würde mich auch in der einen oder anderen „Abteilung“ dort wiederfinden…

Luzi ist ein fröhlicher Junge, der, nachdem er auf das Menscheninternat geschickt wurde, natürlich immer aneckt, weil er menschliche Verhaltensweisen und Gedanken nicht versteht. Es gibt deshalb viele ulkige Situationen, die meistens aus Missverständnissen entstehen. Spaß gemacht hat mir vor allem auch Cornibus, Luzis „Haustier“, das viele verschiedene Gestalten annehmen kann, und einen süßen Sprachfehler hat, bei dem man immer lachen muss.

Einziger Kritikpunkt: Das Ende kam mit zu schnell, da hätte man noch mehr draus machen können. Aber es ist ein Kinderbuch (und es kommen noch mehr Teile), deswegen ist es also nicht so schlimm.

 

Zum Fazit:

Eine lustige Geschichte mit einer Hölle, wie man sie sich normalerweise nicht vorstellt, und vielen Missverständnissen, die den Leser zum Lachen bringen. Die Figuren sind einprägsam und glaubhaft, die Freundschaft macht Mut, nicht immer mit dem Strom zu schwimmen. Das ist auch eine sehr schöne Botschaft des Buches, dass man selbst nachdenken sollte und nicht immer das tut, was alle cool finden. Hat mir gut gefallen!

4 von 5 Theos

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