Rezensionen

Rezension zu: „Aschenkindel – Das wahre Märchen“ von Halo Summer

Märchen und die dazugehörigen Adaptionen sind immer beliebt und kommen nie aus der Mode. Vor allem in letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass es wieder viele neue Bücher zu diesem Thema gibt. Eins ist mir erst vor kurzem ins Auge gestochen und hierzu kommt die Rezension:

Zum Inhalt:

Jedes Mädchen wäre dankbar, auf den Ball des Kronprinzen gehen zu dürfen. Schließlich will er sich dort eine Braut aussuchen. Doch Claerie Farnflee ist nicht wie andere Mädchen. Lieber bewohnt sie ein muffiges Turmzimmer, schuftet wie eine Dienstmagd und erträgt die Launen ihrer Stiefmutter, als sich an einen dahergelaufenen Prinzen zu ketten. So denkt sie – bis zu dem Tag, an dem sie im Verbotenen Wald einen Fremden trifft, der ihre Vorsätze ins Wanken bringt …

 

Wie mir das Buch gefallen hat:

Extrem lustig! Die widerspenstige Clarie ist so ganz anders als die Vorstellung, die wir normalerweise vom sittsamen und braven Aschenputtel haben. Sie liebt ihre Freiheit mehr als alles andere und deswegen ist es für sie auch keine Qual, ihre Stiefmutter und Stiefschwestern den ganzen Tag zu bedienen. Immerhin hat sie ein Dach über dem Kopf und genug zu essen.

Generell fand ich schön, dass Claerie nicht mit dem Kopf in den Wolken hängt, sondern bodenständig immer genau vor Augen hat, was zu tun ist. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, muss sie auch nicht, denn ihr Sturkopf braucht ab und zu Luft. Dass sie sich keinen Prinzen angeln will, ist nur nachvollziehbar, wenn das auch so ein selbstverliebter Schnösel ist! Alles in allem ist sie zufrieden mit ihrem Leben und das merkt man ihr an.

Gut fand ich auch, wie die Beziehung zwischen ihr und ihren Stiefgeschwistern bzw. ihrer Stiefmutter aufgebaut ist, denn es ist so ein bisschen ein Rosenkrieg, eine Hassliebe, denn eigentlich lieben sie sich alle. Kaum vorstellbar, aber es ist so, und es gefiel mir gut, wie Claerie zeigt, dass sie ein großes Herz hat und ihre Stiefschwestern nicht hasst. Das ist wahre Größe!

Die Welt mit ein bisschen Fantasy und den wichtigsten Punkten aus dem Märchen (die gute Fee, die Kutsche aus dem Kürbis, der gläserne Schuh, den sie verliert) schaffen eine runde Atmosphäre, in der man sich gut zurechtfindet und wohl fühlt. Und natürlich (ich glaube, das spoilere ich jetzt nicht wirklich etwas) gibt es eine große Liebesgeschichte, die aber insgesamt witzig und unterhaltsam ist. Klar, es ist auch kitschig, aber wer keine Märchen mag, der sollte auch hier vorsichtig sein.

 

Mein Fazit:

Eine sehr ungewöhnliche Adaption des Märchens Aschenputtel mit einer starrköpfigen Heldin, die man gleich ins Herz schließt, einem neu interpretierten Prinzen und allen wichtigen Elemten aus dem Märchen. Viel Witz und ein wenig Fantasy geben dem ganzen eine schöne Richtung und insgesamt ist es eine flotte Geschichte, die sich schön lesen lässt.

 

5 von 5 Theos

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