Rezensionen

Rezension zu: „Hochgradig unlogisches Verhalten“ von John Corey Whaley

Ehrlich gesagt finde ich, nach dem Lesen des Buches, dass das Cover überhaupt nicht zu der Geschichte passt und den Leser in eine vollkommen andere Richtung führt, als das Buch eigentlich ist. Es ist keine Sommer-Sonne-Liebesgeschichte, sondern eine ernsthafte, mit einem Augenzwinkern versehene Geschichte eines ernsten Themas, außerdem ist auch ein bisschen nerdig. Aber seht selbst:

Zum Inhalt:

Solomon muss nie aus dem Haus. Er hat zu essen. Er kann von seinem Fenster die Berge sehen, und seine Schulaufgaben macht er online, mit ungekämmten Haaren und im Schlafanzug. Ernsthafte Probleme hat er eigentlich nicht. Und er hat auch keine schwere Krankheit. Er ist bloß ein neurotisches Vorstadtkind, das da draußen Panikattacken erleidet. Als seine ehemalige Mitschülerin Lisa für einen Psychologie-Aufsatz ein Studienobjekt benötigt, drängelt sie sich in sein Leben. Gemeinsam mit ihrem Freund Clark werden sie zu einem eingeschworenen Trio. Solomon lernt, was Freundschaft ist, und stellt fest, die Welt ist voller guter Gründe, sich aus dem Versteck zu wagen.

 

Wie mir das Buch gefallen hat:

Menschen und Figuren, die mit psychischen Probleme kämpfen, finde ich sowieso immer interessant. Psychologie an sich fand ich schon immer faszinierend und wie sehr alles einen Menschen beeinflussen kann, genau mein Ding. Und so war ich sofort drinnen in der Geschichte um Sol, der so schlimme Panikattacken hat, dass er es nicht mehr schafft, vor die Tür zu gehen. Für manch einen mag das irre klingen, aber wenn man bedenkt, was alles in der Welt passiert, wollten wir uns nicht alle schonmal verkriechen? Die Welt aussperren und nur das tun, was uns gut tut?

Recht schnell in der Geschichte wird klar, dass Sol eigentlich nicht unter der Isolation leidet und dass er sein Leben auf diese Art und Weise gut im Griff hat. Ich fühlte mit ihm, denn die Welt hat oft so große Ansprüche an einen, die man nicht immer erfüllen kann und dann bekommt man Panik, weil man nicht gut genug ist. Es wird sehr schön geschidert, was Panikattacken sind und dass man sie nicht einfach ignorieren kann, sondern dass sie genauso eine Krankheit sind wie ein Schnupfen oder ein gebrochenes Bein.

Der Schreibstil ist sehr schön, flüssig, melodisch und doch jugendlich, sodass man schnell voran kommt und nicht über holprige Sätze stolpert. Die Figuren wirken sehr authentisch und nachvollziehbar, nur zu Lisa konnte ich keine wirkliche Verbindung aufbauen, sie konnte ich nicht richtig greifen (kann aber auch an mir liegen). Richtig klasse fand ich die Diskussionen über Star Trek, die lassen jedes Nerd-Herz höher schlagen und fügen sich richtig gut in die Geschichte ein.

 

Mein Fazit:

Panikattacken können jeden treffen und dann kann es plötzlich unfassbar schwierig werden, selbst den ganz normalen Alltag zu bestreiten. Dieses Buch zeigt, wie ein Junge versucht, das Beste aus seiner Situation zu machen und schließlich doch durch andere Jugendliche feststellt, dass ihm etwas fehlt, dass er nicht allein sein möchte. Ich musste lachen und habe geschwärmt, außerdem hatte ich – auch durch die Star Trek Diskussionen –  sehr schnell einen Zugang zu dem Buch, da es sich sehr flüssig und angenehm liest.

 

4 von 5 Theos

3 Kommentare zu „Rezension zu: „Hochgradig unlogisches Verhalten“ von John Corey Whaley

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