Rezensionen

Rezension zu: „Die verkehrte Stadt“ von Alyson Noel

Das Buch selbst setzt sich mit seinem Untertitel ein hohes Ziel: „Die wahrscheinlich seltsamste Geschichte, die du je gelesen hast.“ Tatsächlich muss ich zugeben, dass es durchaus seine Passagen hatte, an denen ich gestaunt habe, insgesamt es aber durchaus Bücher gibt, die noch abgedrehter sind (auch bei den Kinderbüchern). Trotzdem fand ich das Buch schön, lest selbst:

 

Zum Inhalt:

Verkehrte Welt! In Grimslys Heimat Quiver Town ticken die Uhren etwas anders. Da haben die Menschen schon mal Hummerzangen statt Hände, bringen Katzen Ferkel zur Welt und fließen Wasserfälle im Kreis. Also alles normal seltsam. Nur Grimsly, elf Jahre alt und einziger Tierbestatter von Quiver Town, ist anders, also »normal«. Doch dann stiehlt jemand die Knochen vom Friedhof und die Stadt verliert eine Ungewöhnlichkeit nach der anderen. Grimsly und seine besten Freunde machen sich auf den Weg, die Knochen zurückzuholen und Quiver Town zu retten, und dieser Weg führt sie bis in unsere seltsam normale Welt und zurück!

 

Wie mir das Buch gefallen hat:

Es ist schon eine ulkige Idee, das muss man der Autorin lassen. Die ganzen witzigen Dinge in Quiver Town bringen einem doch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln. Es ist allerdings nichts wiklich Neues dabei, fliegende Menschen gibt es schon, auch Telepathen und auch Löffelverbiegen ist jetzt nicht total innovativ. Es wird aber zu einer netten Mischung aus schönen Begegnungen, lustigen Dialogen und haarsträubenden Situationen, die die Geschichte sehr unterhaltsam machen.

Grimsly tut einem irgendwie leid, er ist in dieser sonderbaren Stadt der einzig „Normale“ und eckt dadurch an. Ein interessanter Gedanke, denn in diese Richtung hat es bis jetzt eigentlich niemand gedacht. Seine Freunde stehen ihm zur Seite, obwohl man durchaus spüren kann, dass sein Anderssein nicht wirklich verstehen können und ihm deswegen auch aus der Patsche helfen. Die Figuren an sich stechen leider nur durch ihre äußeren Merkmale hervor, Besonderheiten im Charakter vermisse ich leider ein wenig.

Was ich sehr schön fand war, dass immer wieder betont wird, wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben und nicht im Strom mit den anderen mitzuschwimmen, das ist eine tolle Botschaft. Außerdem ermutigt die Autorin immer wieder den Leser, die Schönheit in der Welt um ihn herum wahrzunehmen, zum Beispiel sehen wir doch alle viel zu wenig in der Sternenhimmel, oder? Vor allem zum Ende hin gab es ein paar sehr schöne Sätze, die zwar vielleicht für manche Kinder noch nicht so relevant sein könnten, mir aber sehr imponiert haben.

 

Mein Fazit:

Eine skurile Geschichte mit netten Figuren, die durchaus noch besser hätten mit Charakter versehen können, allerdings alle sehr liebenswürdig sind. Es hat insgesamt eine tolle Botschaft und ermuntert, sich nicht unterkriegen zu lassen, auch wenn man vielleicht ein bisschen anders ist als die anderen. Wer ein Buch sucht, das Kindern ab 10 zum Lachen bringt und dabei auch mutig ist und viele schöne Dinge mit auf den Weg gibt, der ist hier richtig.

 

4 von 5 Theos

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