einlesehorn Lesechallenge 2017 · Rezensionen

Rezension zu: „Die Königinnen der Würstchen“ von Clémentine Beauvais

Wenn man zum ersten Mal den Titel liest, ist man – verständlicherweise – erstmal verwirrt. Man sollte sich aber nicht abschrecken lassen, denn dieses Buch ist wirklich wunderbar und macht total gute Laune! Doch lest selbst:

 

Zum Inhalt:

Mireille, Astrid und Hakima sind auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt worden – der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch die drei beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris. Ziel: die große Party im Élysée-Palast am Nationalfeiertag. Finanzierung: Unterwegsverkauf von Würstchen. Ein chaotische, lustige und herzzerreißende Reise beginnt. Und auf der Party hat jede der drei ein ganz eigenes Anliegen …

 

Wie mir das Buch gefallen hat:

Es ging schon gleich am Anfang los, als sich Mireille beschwert, weil sie dieses Jahr nicht die goldene Wurst ist – einfach superlustig, wie sie sich über sich selbst lustig macht! Überhaupt ist sie einer der Gründe, warum ich dieses Buch so herausragend fand, denn egal was passiert, Mireille lässt sich nicht unterkriegen. Sie weiß um ihre Schwächen, steht dazu und verliert trotzdem nie das wirklich Wichtige aus den Augen: Ihre Stärken, eine davon ihr Mut. Und ihre Schlagfertigkeit, ihre Führungsqualitäten und allgemein ihre Art, das Leben zu betrachten, herrlich erfrischend bei all den Jugendbüchern, bei denen sich immer nur beschwert wird.

Was ich ganz toll fand: Es gibt keine Verwandlungsgeschichte, die Mädchen werden nicht von heute auf morgen wunderschön. Sie bleiben die tollen Charaktere, die sie sind, und sie unterwerfen sich auch am Ende nicht dem langweiligen, klassischen Schönheitsideal, was sie sehr sympathisch macht. Sie unterstützen einander und zeigen, dass man mit Freunden und einem starken Willen alles schaffen kann!

Der Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber da die Mädchen eben jung und vor allem Mireille lustig ist, ist es mehr, als würden die Mädchen direkt dem Leser erzählen, was passiert ist. Es passieren vielen Pannen und einmal gibt es eine tolle Szene mit einem der Mobber, der für die Würstchen-Liste verantwortlich ist; sie zeigt, dass man nicht immer Hass mit Hass begegnen muss, sondern darüberstehen kann und auch verzeihen kann.

 

Mein Fazit:

Ein ganz tolles Buch für alle, die mal ein Jugendbuch ohne Fantasy lesen wollen. Die Mädchen sind stark und alle auf ihre Weise toll, Mireille würde ich am liebsten als Freundin haben, denn mit ihr kommt man durch alle Irrwege des Lebens. Die Geschichte hat viel Witz und lässt sich super in einem Stück durchlesen, einfach eine ganz tolle Story, von der man gute Laune bekommt und gerne mehr lesen würde! Dass man das Thema Mobbing auch witzig und trotzdem ehrlich angehen kann, beweist dieses Buch genauso wie die Tatsache, dass es verschiedene Wege gibt, mit blöden Sprüchen umzugehen. Eine Empfehlung von mir dieses Jahr!

 

5 von 5 Theos

Ein Kommentar zu „Rezension zu: „Die Königinnen der Würstchen“ von Clémentine Beauvais

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