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Rezension zu: „I knew u were trouble“ von Kami Garcia

Für meine einlesehorn Lesechallenge 2018 habe ich mich im Januar der Aufgabe gestellt, dass ich ein Buch lesen wollte, dessen Titel oder Inhalt ungefähr dem eines meiner Lieblingssongs entspricht. Entschieden habe ich mich für I knew u were trouble, da das der gleiche Titel wie der Song von Taylor Swift „I knew you were trouble“ ist. Und hier seht ihr, was ich so über das Buch denke:

 

Zum Inhalt:

Marco Leone: sexy, tätowiert und ein berüchtigter Bad Boy. Frankie Devereux: reiches Mädchen aus den Heights. Doch seit sie den Mord an ihrem Freund miterlebt hat, plagen sie schwere Schuldgefühle. Traumatisiert zieht sie zu ihrem Vater, einem Undercover-Cop im übelsten Viertel der Stadt. Dort trifft sie auf Marco – und gegen ihren Willen können die beiden nicht voneinander lassen. Doch Frankies Vater tut alles, um das zu verhindern, denn Marco fährt illegale Autorennen. Nur Frankie sieht hinter Marcos harte Schale. Aber ist sie bereit, für ihre Liebe alles zu riskieren?

Wie mir das Buch gefallen hat:

Ich bin nicht mit besonders großen Erwartungen an das Buch rangegangen, denn sein wir ehrlich, der Inhalt liest sich wie tausend andere Liebesromane im Moment. Mir persönlich gefällt dieser neue Trend mit „Bad Boy liebt braves Mädchen“ überhaupt nicht, aber beim Jugendbuch wird man denke ich zumindest vor zu detalliert beschriebenen Sex-Szenen geschützt. Und ich war neugierig, wie sie dieses Genre umsetzen.

Und ich muss sagen, ich wurde gut unterhalten. Frankie ist irgendwie krass, denn nach dem Tod ihres Freundes hat sie vor nichts mehr Angst. Sie stürtzt sich in alle möglichen gefährlichen Situationen und rebelliert gegen alles und jeden. Auf der einen Seite war das mal eine schöne Abwechslung zu all den perfekten Heldinnen in vielen Büchern, auf der anderen Seite hatte ich manchmal Probleme damit zu glauben, dass sich jemand innerhalb so kurzer Zeit komplett ändern kann und ein ganz anderer Mensch werden kann; es war an einigen Stellen ein zu starker Kontrast, bei dem ich mir dachte: Wenn du dein ganzes Leben lang ein nettes, normales Mädchen warst, woher solltest du auf einmal all diese Fähigkeiten und all diese Kaltschnäuzigkeit haben?

Die Liebesgeschichte hat etwas von Romeo und Julia, die nicht zusammenkommen dürfen, weil die äußeren Umstände und Personen dagegen sprechen. Sie war gut beschrieben und man konnte Frankies Gefühle für Marco nachfühlen, es war unterhaltsam wie sie sich annähern und hatte einige Momente, in denen ich schmunzeln musste. Tatsächlich ging es mir aber ab einem gewissen Punkt fast zu schnell und ganz plötzlich waren sie sich sicher, dass es die große Liebe ist, wo bleiben die Zweifel, die Uneinigkeiten? Da fehlte mir ein bisschen die Spannung zwischen den beiden, die ich bei der Konstellation aus Bad Boy und reichem Mädchen erwartet hätte.

Apropos Bad Boy, Marco hätte ruhig noch etwas böser sein können… Er lässt sich fast ein bisschen zu schnell „bekehren“. Aufgrund seines Rufs wäre da noch jede Menge Spielraum für gefährliche und egoistische Aktionen gewesen, aber wahrscheinlich wollte die Autorin doch einen sympathischen Helden für die Geschichte.

Mein Fazit:

Wer Liebesgeschichten á la Romeo und Julia mag, der ist bei diesem Buch gut aufgehoben. Die Heldin Frankie ist kein naives Anhängsel, das gerettet werden muss, sondern kämpft sich nach einer Tragödie irgendwie durch ihr verkorkstes Leben, während Marco seiner Rolle als Bad Boy nur in wenigen Fällen gerecht wird. Es ist spannend geschrieben und hat nette Charaktere, mit denen man mitfühlt. Wenn man über die kleinen „Fehler“ wie die fehlende Reibung zwischen den Hauptfiguren oder fast zu schnellen Verwandlungen mancher Figuren hinwegsieht, hat man ein unterhaltsames Buch für nicht anspruchsvolle Leser.

 

3 von 5 Theos

 

2 Kommentare zu „Rezension zu: „I knew u were trouble“ von Kami Garcia

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